Revisor
nach Nicolai Gogol

Theater des Lachens/Berlin in Koproduktion mit dem Theater Wismar und Sophiensaele/Berlin
2002

Ausstattung: Michael Walter
Musik: Jürgen Kurz
Maske: Helen Laitzsch
Regieassistenz: Verena Busche
Ausstattungsassistenz: Friederike Sommerfeld

Spiel: Minouche Petrusche, Renat Safiulin, Nicolas Galeazzi, Jan Uplegger, Andreas Liebmann,
Tatjana Jakob

 

Zum Stück:

Alles läuft normal. Die Zeit ist ein Faktor. Ab- und berechenbar. Der Locher
locht, die Klammer heftet. Die Akten ruhen in der Ablage. Das städtische
Gemeinwesen funktioniert.
Da geht die Tür auf. Ein Gerücht kommt herein. Ein Revisor soll kommen. Die
große Revision. Die Tür geht wieder zu. Im Büro sieht es aus wie immer. Aber die
Ordnung hat jetzt einen Knacks. .
Gogols Farce macht ein System sichtbar, in dessen Herz das Papier von
Verwaltungsvorschriften knistert. Zur Aufrechterhaltung der Bürokratie ist ein
bürokratischer Rausch notwendig, der alles und alle ergreift.


Kritikauswahl:


„(...)Neugierig wird in den Situationen des Stückes gestöbert, Figuren-Haltungen werden mit artistischer Finesse dem verwunderten Erstaunen oder mit subversiver Lust dem Gelächter des Publikums dargeboten. (...) Das Spielthema heisst: Eigenleben des Apparats. Und wichtigster Mitspieler wird neben der Improvisationslust der Akteure eine assoziative Phantasie des Ensmbles. (...) Als der falsche Revisor bleibt Renat Safiulin mit einer sehr artistischen Präsenz in Erinnerung; und ebenso stark wirkt Minouche Petrusch als reizend geschminktes Persönchen mit unverwechselbaren Laufstilen, auf das die Kerle nur so fliegen.“
Ostseezeitung, März 02