Maria Stuart
Dance Macabre
Rohfassung nach Schiller


Eine Produktion des Theater des Lachens Berlin 2004 in Koproduktion mit sophiensæle Berlin, Kleist Forum Frankfurt/Oder, Theater des Lachens Frankfurt/Oder, dietheater Wien. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Ausstattung: Michael Walter
Makenbau: Friederike Sommerfeld
Körpertraining: Shanti Oyarzabal
Chorleitung: Jürgen Kurz
Maske: Helen Laitzsch
Lichtdesign: Andrè Nowka

Spiel: Ralf Bockholdt, Nicolas Galeazzi, Iduna Hegen, Thomas Jahn

Musiker: Philipp Danzeisen, Omar und Emilio Tamez

Produktion: Busche und Mans – Secretariat für Cultur

Zum Stück:

„Ein Totentanz zwischen den Buchdeckeln des Dramas "Maria Stuart". Zeit und Raum sind aus den Fugen, der Tod tanzt durch die Szenen, ermächtigt sich der Stückfiguren, reißt sie ins Rampenlicht und verlässt sie wieder. So werden Erinnerungsfetzen, Begebenheiten sichtbar, der Text der Aufklärung ist ein Rudiment, unsere Zeit sampelt eine eigene Sicht auf die Geschehnisse, aus der Ferne ist nichts wie es war. Machtanspruch, Leidenschaften, Glaubenskriege sind ewige Spiele. In unserem Totentanz ist Maria Symbol, Heilige, Werbewand, Puppe, ein Medienereignis. Menschen verschreiben sich dem Phänomen Maria ganz oder bekämpfen es total. Der Totentanz geht durch die Zeit und wir werfen mit diesem Theaterabend einen kurzen Blick auf ihn.“
Astrid Griesbach


Kritikauswahl:


"Sch-sch-sch-Schiller!" eröffnen Astrid Griesbach und ihr "Theater des Lachens" ihr Stuart-Sampling in den Sophiensälen: kein rotzfreches Schlachten, eher das narrenweise Melken einer heiligen Klassiker-Kuh.
(Cosima Lutz, Berliner Morgenpost)

Mit mestizischer Unterstützung fördert Astrid Griesbach verloren geglaubte abendländische Kulturformen der Auseinandersetzung mit dem Tod zu Tage. Sie reitet bei dieser Arbeit noch nicht einmal das Vehikel »Maria Stuart« zu Schanden. Lohnenswert.
(Tom Mustroph, Neues Deutschland)