Der Führer spielt wieder

Theater des Lachens/Berlin
in Koproduktion mit den Sophiensaelen/Berlin und Theater Wismar, 2003

Ausstattung: Michael Walter
Puppen: Friedericke Sommerfeld
Musik: Jürgen Kurz
Regieassistenz: Verena Busche

Spiel: Jochen Menzel, Pierre Schäfer


Eingeladen zur FIDENA innerhalb der Ruhrtrienale


Zum Stück:

ER braucht einen Ort, um sein Fahrrad abzuschließen, damit es IHM nicht gestohlen wird.
Also schafft ER die Welt mitsamt Hell und Dunkel, Innen und Aussen und Parallelwelten.
Außerdem erschafft ER den Lauf der Dinge, damit alles ewig so weitergehen kann, und die
Endlichkeit an der Orgel, damit es nicht ewig so weitergeht.
Von seiner Genialität überzeugt schaut ER auf sein Werk, erschafft noch ein paar Parallelwelten
und die ENDLICHKEIT. Doch der Lauf der Dinge verselbständigt sich...
ER, DER LAUF DER DINGE und DIE ENDLICHKEIT
verkünden eine in Raum und Zeit gelöste Geschichte zwischen Führen, Verführen und dem
Führer, zwischen Kreuzzug und Kreuzfahrt.

Kritikauswahl:

" Die drei Akteure eilen [...] im Sauseschritt durch die Geschichte.
Atemlos springen Menzel und Schäfer von Situation, virtuos wechseln sie vom Schauspiel zum
Puppenspiel und wieder zurück. Figuren werden aufgelöst und neuzusammengesetzt.
Es ist eine wilde Hatz, die oft lachen und manchmal auch das Blut gefrieren lässt. Einige
Assoziationen überraschen"
Neues Deutschland, 26.04.2003

"[...] Man kann diesen Abend an jedem seiner Zipfel fassen, und es hängt mindestens eine
Schöpfungsgeschichte daran.
Griesbach, Menzel und Schäfer entsichern ein metaphorisch-metaphysisches Arsenal[...]
Berliner Zeitung, 28.04.2003


"[...] Schräg, provokant, wizig und schnell[...] Das Publikum biegt sich vor lachen, versucht,
den symbolistischen Code zu knacken und genießt die hervorragende Leistung der Berliner
Schauspieler an den Puppen und in natura."
26.05.2003 Ostseezeitung