Dantons Tod
Büchner
Theater des Lachens/Frankfurt O. in Koproduktion mit dem Theater
unterm Dach/Berlin, 1997
Ausstattung: Marianne Hollenstein
Maske: Monika Grass
Spiel: Frank Panhans, Frank Bockholdt, Thomas Jahn
Eingeladen zum Festival Politik im Freien Theater, Stuttgart, IMPULSE/NRW
(Publikumspreis der Stadt Müllheim a.d. R., Kinder- und Jugendtheatertreffen/Berlin,
UNIDRAM/Potsdam, Euroszene/Leipzig
Gastspiele in der Schweiz und in Österreich



Zum Stück:
Karl Georg Büchner(1813-1837) schuf in nur drei Jahren ein schmales
Werk, das mit den Dramen „Woyzeck“ und „Leonce und Lena“
sowie der Erzählung „Lenz“ wichtiger ist als viele andere.
„Dantons Tod“ stellt den tragisch scheiternden Revolutionär
in den Mittelpunkt: Danton verzichtet resignierend auf eine Veränderung
durch Handeln und stirbt als Opfer der Revolution, die er selbst betrieben
hat. Astrid Griesbach inszenierte das düstere Revolutionsstück
als äußerst humorvolles Clownsspiel und reduzierte die ursprünglich
rund 30 Rollen auf drei Darsteller. Revolutionäre Ideale gingen verloren,
jetzt versucht man, sich gemütlich einzurichten in der neuen Gesellschaft.
Der bittere Hintergrund des Stücks wurde mit scharfer Feder aus Büchners
Text herausgeschält. Dieses Lachen unterhält und erschreckt
zugleich, Assoziationen entstehen zu den Grimassen der Politik von heute.
Kritikauswahl:
„Der Ritter, der Tod und der Teufel erzählen Büchners
Stück. Sie sind sehr frech, lustig und zotig und scheinen dem mittelalterlichen
Mysterienspiel oder dem Kaspertheater entsprungen. Sie streiten sich,
welche Szene aus Büchners Stück gespielt und welche gestrichen
werden müßte. Sie spielen Danton, Robespierre und Camille mit
bösem und mit zartem Witz... Theater wie dieses, ganz welthaltig
und experimentell zugleich – das ist selten geworden.“
Klaus Pfützner: „Lachen unterm Dach“, Neues Deutschland,
Berlin, den 1.12.1997
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