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Die Legende vom MANIFEST der Kommunistischen Partei
oder Marx meets Mensch
vor/von/nach Karl Marx

Berlin-Premiere Probebühne Cuvrystr. am 20.9.05 um
20Uhr
Spieltermine 21.-25.9./27.9.-30.9./1.10.-3.10.05
23. + 30.09. LANGE NACHT DES MARX
Cuvrystr. 7, 10999 Berlin, Karten: 030-40056530 und karten@buscheundmans.de
15.9.05 Festival Grenzenlos Kultur KUZ Mainz um 19.30 Uhr
9.11.05 Theaterhaus Stuttgart um 20.15 Uhr
11.11.05 Theater des Lachens Frankfurt/Oder um 20 Uhr
21.-26.11.05 dietheater Wien Künstlerhaus um 20 Uhr
Koproduktion mit dietheater Wien, Kleist Forum Frankfurt, Theater
des Lachens Frankfurt/Oder und Festival Grenzenlos Kultur Mainz.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung
und Kultur Berlin, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
des Landes Brandenburg und das Kulturamt der Stadt Wien.
Regie: Astrid Griesbach
Ausstattung: Michael Walter
Ausstattungsassistenz: Friederike Sommerfeld
Musik/Chor: Jürgen Kurz
Regieassistenz: Melika Ramic
Dramaturgie: Andreas Poppe
Körpertraining: Martin Woldan
Stimmtraining: Thomas Buts
Produktion: Verena Busche/ Busche und Mans
Spiel: André Ebert, Markus Kofler, Julia Kneussel, Mathias
Lenz, Johannes Rhomberg, Agnieszka Salamon, Julia Schranz und Verena Busche
Das kommunistische Manifest gilt zu Recht als einer der Klassiker der
Weltliteratur. Im Theater wird es allerdings erst in diesem Jahre aufgeführt.
Das liegt sicher daran, dass es vorher schon einige Male aufgeführt
wurde, wenn auch nicht im Theater. Die vorhergegangenen Aufführungen
des Manifestes waren wesentlich realistischer: Staaten zerbrachen, Finanziers
bekamen ihr geliebtes Kapital abgenommen, und der kalte Krieg teilte Europa
in zwei Hälften...der Erfolg dieser Aufführungen ist zweifelhaft.
Meistens wurden sie ausgebuht, das Publikum (Volk) verließ das Theater
(die sozialistische Heimat), und eine schlechte Presse gab es außerdem.
Immer noch sind die Mächtigen dieser Welt von den vergangenen Aufführungen
traumatisiert. Leiseste Kritiken an ihrer geliebten Marktwirtschaft lassen
sie hysterisch reagieren - so als wäre das Gespenst des Kommunismus
wieder auferstanden.
Aber ruhig Blut, liebe Freunde! Was nicht begraben wurde, kann auch nicht
wieder auferstehen.
Marx meets Mensch - die untote Idee wird von einer Horde Indivi-
duen aufgegriffen und ergreift sie.
Beseelt von ihrer Mission begreifen die Spieler bald die Tücken der
Veränderung: über buchstabengenaue Interpretation verliert sich
der Inhalt - Kampflieder verkommen zur Folklore. Die Figuren erfahren
die Geschichte des letzten Jahrhunderts noch einmal am eigenen Leib. Durch
die Versuchungen des Egoismus, die Verlockungen autoritärer Führerschaft
hindurch kämpfen sie um eine gemeinsame Utopie. Das das nicht leicht
war, wissen wir aus der Geschichte. Wie schwierig es immer noch ist, lernen
die Spieler in der Auseinandersetzung mit der Idee und sich selbst.
Ursprünglich planten wir, den Kommunismus auf der Bühne zu beerdigen.
Angesichts des modernen Turbokapitalismus erwies sich die Utopie aber
zu zäh - trotz allen Probierens war sie nicht totzukriegen.
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